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Was Japan über dich sucht
Japan in Zahlen Von Kei · In Japan geboren und aufgewachsen Aktualisiert 16 Min. Lesezeit

Was Japan über dich sucht

Was du in diesem Artikel erfährst:

  • Was Google Trends über die japanische Neugier, Sorge und etwas verrät, das die Schlagzeilen komplett übersehen
  • Was 4.424 Japaner ihrer Regierung darüber erzählt haben, wie sie über die Zunahme von Ausländern in ihren Gemeinden denken
  • Warum die größte Gruppe weder feindselig noch einladend ist — sie haben dich einfach noch nicht getroffen

0 → 12. 2019 hat in Japan niemand nach „Warum kommen Ausländer nach Japan" gesucht. 2025 war es eine der am schnellsten wachsenden Suchanfragen bei Google Japan.

Was denkt Japan wirklich über Touristen? Eine Regierungsumfrage unter 4.424 Bürgern und sechs Jahre Google-Trends-Daten liefern die Antwort. 'Übertourismus'-Suchen wuchsen um das 10,8-Fache, aber 'Ausländer nicht mögen' blieb völlig unverändert. Die größte Gruppe (47,3 %) ist unentschieden — nicht feindselig, nur noch nicht begegnet. Und Neugier-Suchen wie 'warum kommen Ausländer nach Japan' wachsen fast 3-mal schneller als Beschwerden.

Du hast wahrscheinlich die Schlagzeilen gesehen. „Overtourism in Japan." „Touristen aus Geisha-Viertel verbannt." „Tor am Fuji installiert." Beim Lesen dieser Berichte hast du dich vielleicht gefragt: Will Japan mich überhaupt dort haben?

Das haben wir uns auch gefragt. Also haben wir statt zu raten die Daten angeschaut — keine Touristenumfragen, sondern was Japaner selbst suchen, sagen und ihrer eigenen Regierung mitteilen, wenn es darum geht, wie sie über ausländische Besucher denken. Wir haben sechs Jahre Google-Trends-Daten aus Japan (2019–2025) und eine landesweite Regierungsumfrage unter 4.424 japanischen Bürgern analysiert, um herauszufinden, was wirklich hinter diesen Schlagzeilen steckt.

Die Antwort hat uns überrascht. Ja, die Sorge wächst. Aber etwas anderes wächst auch — etwas, das die Overtourism-Schlagzeilen nie erwähnen.


Kurzüberblick

Was die Zahlen sagen Was Japaner sagen
🟢 Die Überraschung „Warum kommen Ausländer nach Japan" tauchte aus dem Nichts auf und steigt rasant — die Neugier auf Besucher wächst fast 3× schneller als Beschwerden über Benehmen "当たり前だと思ってたことが、実は奇跡だった" — „Was wir für selbstverständlich hielten, stellte sich als Wunder heraus." Japaner entdecken ihre eigene Kultur durch deine Augen neu.
🟡 Die eigentliche Geschichte 47,3 % der Japaner sagen „Ich bin mir nicht sicher" — die größte Gruppe ist weder feindselig noch einladend. Sie sind unentschlossen. Und 73,5 % sagen, der Grund, warum sie keine ausländischen Freunde haben, ist schlicht „keine Gelegenheit". "助けたいけど英語が不安で…" — „Ich möchte helfen, aber mein Englisch macht mir Sorgen..." Die Kluft ist keine Feindseligkeit. Es ist eine Brücke, die noch nicht gebaut wurde.
🔴 Die Sorge Suchanfragen zu „Overtourism" sind um 10,8× explodiert seit 2019 — Japan macht sich echte Sorgen um die Belastung der Infrastruktur "京都市民は自分たちが乗れないバスに市民税を払わされてます" — „Kyotos Einwohner zahlen Gemeindesteuern für Busse, in die sie selbst nicht einsteigen können." Aber die Wut richtet sich gegen das System, nicht gegen dich.

Das Wichtigste zum Mitnehmen: Suchanfragen zu „Ausländer nicht mögen" sind seit 2019 komplett unverändert geblieben. Japans Sorge gilt der Infrastruktur, nicht dir. Und ihre Neugier auf dich wächst schneller als ihre Bedenken.


Über die Daten

📊 Regierungsumfrage — Die Einstellungsdaten stammen aus der Umfrage der Einwanderungsbehörde zu Einstellungen gegenüber dem Zusammenleben mit ausländischen Staatsangehörigen (japanische Befragte), einer landesweiten Umfrage unter 4.424 japanischen Bürgern, durchgeführt Oktober–November 2023 per Post und Internet. Zufallsstichprobe aus dem Basiseinwohnerregister. Vollständiger Bericht (PDF)

📈 Suchdaten — Google-Trends-Daten für 16 japanischsprachige Suchbegriffe, Zeitraum Januar 2019 – Januar 2026, gefiltert auf Japan. Die Werte repräsentieren das relative Suchinteresse (Skala 0–100), jährlich gemittelt.

💬 Japanische Stimmen — 372 japanischsprachige Antworten, gesammelt auf öffentlichen Plattformen zu sechs Themen. Keine wissenschaftliche Umfrage — eine Sammlung dessen, was echte Japaner in ihren eigenen Worten gesagt haben.


Teil 1: Was Japan in die Suchleiste tippt

Die Welle, von der du gehört hast

Fangen wir mit dem an, was du schon vermutest. Ja — Japaner suchen zunehmend nach Problemen im Zusammenhang mit Tourismus.

Suchbegriff (Japanisch) Bedeutung 2019 2025 Veränderung
オーバーツーリズム „Overtourism" 5.3 57.3 10,8×
インバウンド 問題 „Probleme mit Inbound-Tourismus" 0.7 3.5 5,0×
迷惑 外国人 „Störende Ausländer" 1.2 5.4 4,5×
外国人 マナー „Benehmen von Ausländern" 4.9 8.0 1,6×
Quelle: Google Trends Japan, Jahresdurchschnitte des relativen Suchinteresses (Skala 0–100), 2019 vs. 2025.

„Overtourism" ging von einem Nischenbegriff zur allgemeinen Sorge — ein Anstieg um das 10,8-Fache. Suchanfragen zum Benehmen von Touristen haben sich fast verdoppelt. Das ist real. Japan macht sich Sorgen.

Aber hier wird es interessant.

Das Signal, mit dem niemand gerechnet hat

Während die Sorge wuchs, stieg etwas anderes still und leise in Japans Suchleiste:

Suchbegriff (Japanisch) Bedeutung 2019 2025 Veränderung
外国人 なぜ日本に来る „Warum kommen Ausländer nach Japan" 0.0 12.1 Neu
外国人 なぜ日本 „Ausländer — warum Japan" 5.5 15.5 2,8×
外国人 文化 „Ausländerkultur" 22.9 36.4 1,6×
Quelle: Google Trends Japan, Jahresdurchschnitte, 2019 vs. 2025.

„Warum kommen Ausländer nach Japan" existierte buchstäblich nicht als Suchanfrage vor 2023. Dann tauchte es auf — und schoss in die Höhe. Japaner machen sich nicht nur Sorgen über Überfüllung. Sie fragen sich aufrichtig: Warum liebt ihr unser Land?

Und die Suche nach „Ausländerkultur" stieg stetig von 22,9 auf 36,4 — ein leiser, aber konstanter Anstieg der kulturellen Neugier.

Die Zahl, die sich nicht bewegt hat

Schau dir jetzt das an:

Suchbegriff (Japanisch) Bedeutung 2019 2025 Veränderung
外国人 嫌い „Ausländer nicht mögen" 3.1 2.9 0,9× (unverändert)
観光公害 „Tourismuspollution" 3.2 2.6 0,8× (unverändert)
Quelle: Google Trends Japan, Jahresdurchschnitte, 2019 vs. 2025.

Das ist die Zahl, die die Schlagzeilen komplett übersehen.

Die Sorge wegen Overtourism ist um das 10,8-Fache explodiert. Aber „Ausländer nicht mögen" hat sich nicht bewegt. Es ist sogar leicht gesunken, von 3,1 auf 2,9. In einer Zeit, in der die Besucherzahlen einen Allzeitrekord von 42,68 Millionen erreichten, als Kyotos Einwohner nicht mehr in ihre eigenen Stadtbusse steigen konnten, als der Fuji ein physisches Tor brauchte — blieb das fremdenfeindliche Suchvolumen stabil.

Japans Frustration ist real. Aber sie richtet sich gegen das System — Infrastruktur, Politik, Stadtplanung — nicht gegen dich.

Was 4.424 Japaner ihrer Regierung gesagt haben

Google-Suchen zeigen Verhalten. Aber eine Regierungsumfrage zeigt erklärte Einstellungen. Ende 2023 fragte Japans Einwanderungsbehörde 4.424 zufällig ausgewählte japanische Bürger — per Post, nicht online — wie sie darüber denken, dass die Zahl der Ausländer in ihren Gemeinden zunimmt.

Antwort Prozent
🟢 Willkommen („positiv" + „eher positiv") 28,7 %
🟡 Unentschlossen („kann mich nicht festlegen") 47,3 %
🔴 Unwohl („eher negativ" + „negativ") 23,5 %
Quelle: Einwanderungsbehörde, Umfrage zu Einstellungen gegenüber dem Zusammenleben mit ausländischen Staatsangehörigen (FY2023), Q13, n=4.424

Die größte Gruppe — fast die Hälfte — wählte „kann mich nicht festlegen". Nicht feindselig. Nicht begeistert. Einfach... unentschlossen. Und als man sie fragte, warum sie keine ausländischen Freunde haben, war die Antwort überwältigend:

付き合う場やきっかけがないから „Weil es keinen Anlass und keine Gelegenheit gibt, in Kontakt zu kommen."

73,5 % gaben diese Antwort. Nicht „Ich will nicht." Nicht „Das ist mir unangenehm." Einfach: Ich hatte noch keine Gelegenheit.

Der Generationeneffekt ist dramatisch:

Altersgruppe „Willkommen" „Unwohl" „Unentschlossen"
18–19 53,2 % 8,5 % 31,9 %
20–24 33,9 % 17,6 % 39,8 %
25–29 40,5 % 22,1 % 37,2 %
50–54 26,3 % 25,3 % 47,5 %
65–69 23,8 % 14,7 % 54,3 %
80+ 14,7 % 13,2 % 57,4 %
Quelle: ISA-Umfrage zum Zusammenleben FY2023, Q13 Kreuztabelle nach Alter, n=4.424

Unter den 18–19-Jährigen heißt eine Mehrheit mehr Ausländer willkommen. Bei den über 80-Jährigen sagt die größte Gruppe (57,4 %) einfach „Ich bin mir nicht sicher." Der Generationenwechsel ist deutlich — aber selbst bei älteren Japanern ist der vorherrschende Ton keine Feindseligkeit. Es ist Unsicherheit.


Teil 2: Was die Zahlen dir nicht verraten

Die Statistiken zeichnen ein Bild. Aber Zahlen fangen nicht den Seufzer eines Kyoto-Einwohners ein, der wieder einen Touristenbus die Straße blockieren sieht, oder das Herzklopfen von jemandem, wenn ein Ausländer nach dem Weg fragt und er erstarrt, weil sein Englisch plötzlich verschwunden ist. Dafür musst du die Stimmen hören.

„Das Problem bist nicht du — es ist das System"

Gibt dem System die Schuld, nicht den Touristen
47%
Sieht beide Seiten
30%
Direkt frustriert über Touristen
23%

無料で開放し、入域を制限せず、料金も徴収せず、住民と観光客を同じ空間に押し込める。こうした無策の積み重ねが、京都のバス、富士山の渋滞、沖縄の交通麻痺を生み出した。 Freier Zugang, keine Einlassbeschränkungen, keine Gebühren, Einwohner und Touristen in denselben Raum gepresst — diese Ansammlung von Untätigkeit hat die Buskrise in Kyoto, den Stau am Fuji und die Verkehrslähmung auf Okinawa verursacht. — Forscher für Inbound-Tourismus, Gendai Business

京都市民は自分たちが乗れないバスに市民税を払わされてます。 Kyotos Einwohner zahlen Gemeindesteuern für Busse, in die sie selbst nicht einsteigen können.

通勤時間に観光客は乗りません。平日は学生は勉強、大人は働いています。邪魔ではないから、道を教えたり、しています。 Touristen fahren nicht in der Stoßzeit. Unter der Woche lernen Studenten und Erwachsene arbeiten. Sie stören nicht — also zeige ich ihnen den Weg und helfe. — Einwohner von Kyoto

オーバーツーリズムは「人が多すぎる現象」ではなく、同じ空間をどう分け合うか、その設計が追いついていないときに起こる現象です。問題は、数ではなく、重なり方です。 Overtourism bedeutet nicht „zu viele Menschen" — es passiert, wenn das Konzept, denselben Raum zu teilen, nicht mitgekommen ist. Das Problem ist nicht die Zahl. Es ist die Überschneidung.

Daten × Stimmen: Google Trends zeigt, dass „Overtourism" um das 10,8-Fache steigt — aber wenn du liest, was Japaner tatsächlich darüber schreiben, taucht das Wort „Tourist" kaum als Schuldiger auf. Die Zielscheiben sind die Stadtverwaltung, die Buspolitik, die Hotelregulierung und die Stadtplanung. Ein Einwohner von Kyoto ist wütend — aber auf das Rathaus, nicht auf dich. Selbst die frustrierten Stimmen ziehen eine klare Linie: Das System versagt, und die Touristen sind auch mit hineingezogen.

„Wir sind neugieriger auf dich, als du denkst"

Aufrichtig neugierig und dankbar
62%
Interessiert, aber selbstreflektiert
27%
Skeptisch gegenüber dem Hype
12%

当たり前だと思っていたことが、実は奇跡だったんだ。 Was wir für selbstverständlich hielten, stellte sich als Wunder heraus.

海外の人が観光する所が意外なところで驚くし。 Mich überraschen die unerwarteten Orte, die Ausländer zum Sightseeing wählen.

なぜか日本人だけが「私たち、日本人についてどう思いますか?」って聞いてくる! Aus irgendeinem Grund fragen nur Japaner: „Was denkt ihr über uns Japaner?"

ヤラセくさいよね。自分の国の価値は自分で決めるし。 Das wirkt inszeniert. Den Wert unseres Landes sollten wir selbst bestimmen.

Diese letzte Stimme ist wichtig. Die japanische Neugier auf ausländische Besucher ist keine eindimensionale Fröhlichkeit. Sie kommt mit einer Schicht Selbstreflexion — manche fühlen sich unwohl mit dem Narrativ „Ausländer lieben Japan" und fragen sich, ob es echt ist oder ob Japans Selbstwertgefühl zu sehr von externer Bestätigung abhängt. Die Skeptiker machen 12 % der Stimmen aus, aber sie bringen eine Ehrlichkeit ein, die die anderen 88 % glaubwürdiger macht.

Daten × Stimmen: Die Google-Trends-Daten zeigen, dass „Warum kommen Ausländer nach Japan" aus dem Nichts auftaucht und steil ansteigt. Die Stimmen verraten, warum Japaner danach suchen: nicht aus Verwirrung oder Misstrauen, sondern weil deine Anwesenheit sie ihr eigenes Land anders sehen lässt. Dein Interesse an einem beliebigen Getränkeautomaten, einer stillen Seitenstraße oder der Art, wie ein Convenience-Store-Mitarbeiter ein Bento einpackt — diese Momente lösen eine stille Wiederentdeckung aus. Eine IIBC-Umfrage von 2024 ergab, dass 77,6 % der Japaner ausländischen Besuchern Gastfreundschaft entgegenbringen möchten. Der Wunsch ist da. Es ist das Selbstvertrauen, das fehlt.

„Halte dich an die Regeln — aber wir wissen, dass wir uns auch anstrengen sollten"

Schätzt die Bemühungen der Besucher
38%
Wünscht sich klarere Kommunikation
36%
Frustriert über wiederholte Verstöße
26%

Die Regierungsumfrage hat Japaner gefragt, was sie sich von Ausländern wünschen. Zwei Antworten dominierten:

  1. „Japanische Bräuche und Lebensregeln beachten" — 77,5 %
  2. „Die japanische Sprache und Kultur lernen" — 60,7 %

Das klingt streng. Aber dieselbe Umfrage fragte, was die Japaner selbst tun sollten. Und hier wird es interessant:

  1. „Keine diskriminierenden Einstellungen gegenüber Ausländern haben" — 66,2 %
  2. „Ausländer in der Nachbarschaft im Alltag grüßen" — 43,5 %
  3. „Fremdsprachen, Kulturen und Bräuche lernen" — 40,7 %

Die Dualität ist bemerkenswert. Ja, sie wünschen sich, dass du dich bemühst. Aber sie erkennen auch, dass die Verantwortung in beide Richtungen geht.

外国人観光客が増えて生活しづらいし出かけても気分が悪い事が増え出かけなくなりました。私の心が狭いのでしょうか。 Die Zahl der ausländischen Touristen hat so zugenommen, dass der Alltag schwierig geworden ist. Ausgehen macht mir immer häufiger schlechte Laune, deshalb gehe ich nicht mehr raus. Bin ich zu engstirnig?

Dieser letzte Satz — Bin ich zu engstirnig? — erschien in einer Frage, die 280 mitfühlende Antworten erhielt. Die Frustration ist real. Aber der Selbstzweifel auch. Japaner bitten dich nicht nur, dich anzupassen. Sie fragen sich selbst, ob ihre eigene Reaktion fair ist.

これまでの経験では、外国人にやんわりと言うような注意では絶対に理解してもらえませんよ?日本の様に「空気を読む」文化が逆に助長していることも見直すべきです。 Meiner Erfahrung nach funktionieren subtile Hinweise bei Ausländern absolut nicht. Wir sollten auch überdenken, wie Japans „Lies die Atmosphäre"-Kultur das Problem eigentlich verschärft.

Daten × Stimmen: Suchanfragen zum „Benehmen von Ausländern" sind nur um 1,6× gestiegen — das langsamste Wachstum unter allen sorgebezogenen Begriffen. Overtourism-Infrastruktursuchen stiegen um 10,8×, Benehmen-Suchen nur um 1,6×. Das deckt sich mit den Stimmen: Die tiefsten Frustrationen betreffen nicht das individuelle Verhalten von Touristen. Sie betreffen ein System, das Erwartungen nicht klar kommuniziert, verpackt in eine Kultur, die erwartet, dass du es von allein herausfindest.

„Ich mag dich nicht nicht. Ich habe dich nur noch nicht getroffen"

Möchte eine Verbindung aufbauen
39%
Erkennt die Kluft an
31%
Gibt Unbehagen oder Angst zu
30%
Hinweis zur roten Leiste: Die meisten dieser Stimmen drücken keine Feindseligkeit aus — sie drücken Angst aus. „Ich bin erstarrt, als mich jemand nach dem Weg gefragt hat." „Ich wollte helfen, aber mir fehlten die Worte." Das Unbehagen betrifft ihre eigenen Fähigkeiten, nicht dich.

68,3 % der Japaner erkennen an, dass Vorurteile gegenüber Ausländern in Japan existieren. Das ist ein bemerkenswert ehrliches Eingeständnis. Aber die Suchen nach „Ausländer nicht mögen" bleiben stabil. Wie passt das zusammen?

Die Stimmen erklären es:

「外国人」と見ている段階で偏見はなくならない。その個人に注目して、その個人のいいところを探す。つまり、日本人の知人に対してと同じように見なければ。 Solange man „Ausländer" sieht, kann man Vorurteile nicht überwinden. Man muss sich auf den einzelnen Menschen konzentrieren und seine guten Seiten suchen — ihn so sehen, wie man einen japanischen Bekannten sehen würde.

島国根性で、彫りの深い顔、低い声、長い手足に漠然とした不安を感じていた。 Mit meiner Inselmentalität empfand ich ein vages Unbehagen gegenüber markanten Gesichtszügen, tiefen Stimmen und langen Gliedmaßen.

たまに駅などで地図などを片手に困っている外国人さんを見かけます。助けられるなら助けたいのですが、言語の壁が不安で…一度こういう方を助けようとして何もできなかった事があり、それからとても落ち込みました。 Manchmal sehe ich Ausländer am Bahnhof, die mit einer Karte in der Hand ratlos dastehen. Ich würde gerne helfen, aber die Sprachbarriere macht mir Angst... Einmal habe ich versucht, jemandem zu helfen, und konnte nichts tun, und danach war ich richtig niedergeschlagen.

外国人と友達になりたいのですがどうすればいいですか?自分は中学3年です。同じ年齢の外国人と知り合いたいけど、人見知りなので… Wie kann ich mit Ausländern befreundet werden? Ich bin in der 9. Klasse. Ich möchte Ausländer in meinem Alter kennenlernen, aber ich bin schüchtern...

Daten × Stimmen: Hier erzählen Daten und Stimmen dieselbe Geschichte aus zwei Richtungen. Die Umfrage sagt, 73,5 % haben keine ausländischen Freunde wegen „fehlender Gelegenheit". Die Suchdaten zeigen, dass „Ausländer nicht mögen" stabil bleibt. Und die Stimmen füllen die emotionale Lücke: Es ist keine Abneigung. Es ist eine Mischung aus Sehnsucht und Angst — helfen wollen, aber vor Englisch gelähmt sein, sich verbinden wollen, aber nicht wissen, wo man anfängt, freundlich sein wollen, aber im entscheidenden Moment erstarren.

Selbst unter den 23,5 %, die der Regierung sagten, sie fühlten sich „unwohl" bei mehr Ausländern, ergab die Umfrage, dass 68,1 % dennoch ausländische Nachbarn grüßen möchten und 68,3 % eine leicht verständliche Sprache verwenden wollen, wenn sie mit ihnen sprechen. Das Unbehagen bezieht sich auf die Veränderung selbst — nicht auf dich als Person.


Der Kontakteffekt

Die ISA-Umfrage offenbart etwas, das alles miteinander verbindet:

Hast du ausländische Freunde? „Willkommen" bei Zunahme von Ausländern „Unwohl"
Ja — Freunde 44,4 % 18,8 %
Ja — in der Schule 43,2 % 19,3 %
Ja — auf Grußebene 36,5 % 21,2 %
Nein — noch nie 19,9 % 25,6 %
Quelle: ISA-Umfrage zum Zusammenleben FY2023, Q13×Q11 Kreuztabelle

Menschen, die tatsächlich Ausländer getroffen haben, heißen sie mehr als doppelt so häufig willkommen. Der stärkste Einzelfaktor dafür, ob ein Japaner positiv gegenüber ausländischen Besuchern eingestellt ist, ist nicht das Alter, die Bildung oder der Wohnort — sondern ob er einen getroffen hat.

Das ist die hoffnungsvollste Erkenntnis in den Daten. Die 47,3 % „Unentschlossenen" sind kein Dauerzustand. Es ist eine Ausgangsposition — und sie bewegt sich in Richtung „Willkommen", sobald ein echter Kontakt stattfindet.

Wenn du dem Convenience-Store-Mitarbeiter zulächelst, „Sumimasen" sagst, bevor du eine Frage stellst, oder versuchst, deinen Müll richtig zu trennen — dann bist du nicht einfach nur höflich. Du bist Teil eines Datenpunkts. Du bewegst jemanden von „Ich bin mir nicht sicher" zu „Vielleicht ist das in Ordnung."


Was das für deine Reise bedeutet

Nichts in diesen Daten sagt „Japan will dich nicht." Sie sagen etwas Differenzierteres — und Menschlicheres:

Japan führt gerade ein Gespräch mit sich selbst darüber, wie der größte Besucherzustrom seiner Geschichte zu bewältigen ist. Das System kämpft. Aber die Menschen? Die meisten von ihnen befinden sich irgendwo zwischen neugierig und unentschlossen — und diejenigen, die tatsächlich einen ausländischen Besucher getroffen haben, erinnern sich meist gerne daran.

Du musst nicht den Overtourism lösen. Du musst nicht perfekt sein. Du musst einfach jemand sein, den man gerne kennenlernt.

Die Daten legen nahe, dass du das bereits bist.


Weitere japanische Perspektiven


Teile deine Erfahrung

Hast du Japans Neugier gespürt? Hast du bemerkt, wie jemand dir helfen wollte, aber gezögert hat? Wir würden gerne deine Geschichte hören.

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Quellen

Daten aus Regierungsumfragen (Primärquelle — direkt analysiert)

  • Einwanderungsbehörde (出入国在留管理庁): Umfrage zu Einstellungen gegenüber dem Zusammenleben mit ausländischen Staatsangehörigen (japanische Befragte), FY2023
    • Veröffentlicht: März 2024
    • Erhebungszeitraum: 17. Oktober – 30. November 2023
    • Stichprobe: 10.000 zufällig ausgewählte japanische Bürger (Basiseinwohnerregister), 4.424 gültige Antworten (Rücklaufquote 44,7 %)
    • Methode: Post-/Online-Hybrid
    • Vollständiger Bericht (PDF): https://www.moj.go.jp/isa/content/001416010.pdf
    • Übersichtsseite: https://www.moj.go.jp/isa/support/coexistence/survey03.html
    • Verwendete Schlüsseldaten:
      • Q13 (S.32): Gefühle zur Zunahme von Ausländern — 28,7 % positiv, 47,3 % neutral, 23,5 % negativ
      • Q13 Alterskreuztabelle (S.33): 18–19-Jährige 53,2 % positiv
      • Q11 (S.24): Gründe für keine ausländischen Freunde — 73,5 % „keine Gelegenheit"
      • Q14 (S.36): Einstellungen zu den Auswirkungen der Zunahme von Ausländern — 17 Items
      • Q19 (S.49): 68,3 % erkennen Vorurteile an
      • Q22 (S.65): 77,5 % wünschen, dass Ausländer Bräuche beachten, 60,7 % wünschen Sprach-/Kulturlernen
      • Q23 (S.68): 66,2 % sagen, sie sollten nicht diskriminieren, 43,5 % würden ausländische Nachbarn grüßen
      • Q13×Q11 (S.111): Kontakteffekt — Freundschaft sagt einladende Haltung voraus
      • Q13×Q24 (S.120): Selbst die „negative" Gruppe: 68,1 % möchten grüßen, 68,3 % möchten einfache Sprache verwenden
  • Google Trends Japan (trends.google.co.jp)
    • Abgerufen: 16. Mai 2026
    • Methode: Relatives Suchinteresse (Skala 0–100), monatliche Daten zu Jahresdurchschnitten aggregiert
    • Geografischer Filter: nur Japan
    • Zeitraum: Januar 2019 – Januar 2026
    • 16 Suchbegriffe in 4 thematischen Gruppen analysiert
    • Rohdaten gespeichert in sources/google_trends_data.json

Touristischer Kontext

Japanische Stimmen

  • Öffentliche japanische Frage-und-Antwort-Seiten, Foren und Social-Media-Beiträge — Meinungen aus erster Hand dazu, wie Japaner gegenüber Besuchern empfinden
  • IIBC (一般財団法人 国際ビジネスコミュニケーション協会) Umfrage 2024
  • Verschiedene Nachrichtenkommentare (Toyo Keizai, Gendai Business, Nikkei)

Hinweis zu Zitaten

Zitate von Online-Plattformen wurden leicht für die Lesbarkeit bearbeitet (Tippfehler korrigiert, Formatierung verbessert). Bedeutung und Absicht jedes Kommentars bleiben unverändert. Originalquellen sind oben verlinkt.

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